Märklin 38270 Dampflok BR 56.34-35 der DRB, AC 3L, digital mfx+/MM/DCC mit Sound - H0
Märklin Dampflokomotive BR 56.34-35 der DRB - Art.Nr. 38206
H0 1:87 - Wechselstrom AC 3L, digital mfx+/MM/DCC mit Sound und mit Rauchgenerator mit geschwindigkeitsabhängigem, dynamischem Rauchausstoß
- NEUHEIT 2026/27 - Vorankündigung jetzt mit Vorbestellpreis -
Vorbestellpreis gilt bis zur Erstauslieferung oder wechselkurs-, inflationsbedingte Änderungen - geplanter Liefertermin: März 2027
Aufgrund der sehr unsicheren Situation auf dem Weltmarkt - insbesondere bei den Materialbeschaffungskosten - ist es unmöglich, aktuell einen verbindlichen Preis festzulegen. Eine Preisänderung bleibt deshalb ausdrücklich vorbehalten.
Güterzug-Schlepptender-Dampflokomotive Baureihe 56.34-35 der Deutschen Reichsbahn (DRB).
Ehemalige Reihe 270 der kaiserlich-königlichen Staatseisenbahn (kkStB) und den Österreichischen Bundesbahnen (BBÖ). Betriebszustand nach Eingliederung der BBÖ in die Deutsche Reichsbahn ab 1938.
Eine epochale Konstruktion: Die erste Europalok Wir schreiben das Jahr 1897, als ein junger genialer Ingenieur ein Dampfross für die Habsburger Monarchie entwarf, das zu einem der wichtigsten Arbeitspferde auf Schienen in vielen europäischen Ländern avancierte. Karl Gölsdorf war seinerzeit Chefkonstrukteur in der Wiener Lokomotivabteilung der kaiserlich-königlichen Staatsbahnen (kkStB). Damals erhielt er den Auftrag, für die steigungs- und kurvenreiche Arlbergbahn eine moderne, leistungsfähige Maschine zu konstruieren, die universell einsetzbar ist und selbst Schnellzüge über die Bergstrecke ziehen kann. Das Ergebnis war die Reihe 170, eine vierfach gekuppelte Schlepptenderlokomotive mit Vorlaufachse, die bei ihrem Erscheinen mit einer Leistung von fast 1000 PS das stärkste Dampfross in Kontinentaleuropa war. Die ab 1917 gebaute modernere Heißdampfvariante der Reihe 270 wurde von Gölsdorfs Nachfolger, von Herrn Johann Rihosek, entwickelt. Weit über 1000 Exemplare beider Baureihen dieser robusten und zuverlässigen Universallokomotive waren schließlich auf den den Schienen vieler mittel-, süd-und osteuropäischer Länder im Einsatz. Nach dem Anschluss Österreichs gelangten sogar 100 Loks im Jahre 1938 als Baureihe 56.34-35 in den Bestand der Deutschen Reichsbahn. Auch nach 1945 leistete das Meisterwerk österreichischer Dampflokomotivtechnik noch wertvolle Dienste in vielen Regionen, die letzten Exemplare verschwanden erst Mitte der 1970er Jahre aus dem regulären Betriebsdienst. Das neue Märklin-Modell setzt diesem von den Eisenbahnern sehr geschätzten Mädchen für Alles nun ein würdiges Denkmal - als fein detaillierte Europa-Dampflok im Maßstab 1:87.
Modell-Highlights:
- Komplette Neukonstruktion.
- Detaillierte Ausführung weitgehend aus Metall.
- Antrieb in der Lokomotive.
- Fein detaillierte Gestaltung mit einer Vielzahl an separat angesetzten Teilen. Vorbildgerechte und feine Umsetzung aller loktypischen Details, unter anderem mit dem charakteristischen Kobelrauchfang, den großen, österreichischen Lampen sowie dem klassischen kkStB-Führerhaus.
- Serienmäßig mit Rauchgenerator und geschwindigkeitsabhängigem, dynamischem Rauchausstoß.
- Führerstandsbeleuchtung, Feuerbüchsenflackern und Fahrwerksbeleuchtung digital schaltbar.
- Pufferhöhe nach NEM.
- Mit Pufferspeicher zur Überbrückung von kurzen stromlosen Stellen.
Modell:
Mit Digital-Decoder mfx+ und umfangreichen Licht- und Geräuschfunktionen. Geregelter Hochleistungsantrieb mit Schwungmasse im Kessel. 1 Achse direkt angetrieben, 3 Achsen über Kuppelstangen angetrieben. Haftreifen. Lokomotive und Tender weitgehend aus Metall. Serienmäßig eingebauter Rauchgenerator, mit geschwindigkeitsabhängigem, dynamischem Rauchausstoß. Fahrtrichtungsabhängig wechselndes Zweilicht-Spitzensignal konventionell in Betrieb, digital schaltbar. Führerstandsbeleuchtung, Feuerbüchsenflackern und Fahrwerksbeleuchtung separat digital schaltbar. Beleuchtung mit wartungsfreien warmweißen und roten Leuchtdioden (LED). Mit Pufferspeicher. Kurzkupplung mit Kinematik zwischen Lok und Tender. Pufferhöhe an Lok und Tender nach NEM. Befahrbarer Mindestradius 360 mm. Kolbenstangenschutzrohre und Bremsschläuche liegen bei. Länge über Puffer ca. 20,0 cm.
Als leistungsstärkere Weiterentwicklung der weitverbreiteten Dampflok Reihe 170 der kaiserlich-königlichen Staatseisenbahn, wurde die Heißdampflokomotive der Reihe 270 am Ende des 1. Weltkrieges in Dienst gestellt. Die Fahrzeuge bewährten sich ausgezeichnet, sodass nach dem Krieg in Österreich wie auch in den Nachfolgestaaten der Monarchie Nachlieferungen bestellt wurden. 100 Lokomotiven waren schlussendlich bei den BBÖ im Einsatz, die nach dem Anschluss Österreichs an Deutschland 1938 unter der Baureihe 56.34-35 eingereiht wurden. In ihrer Dienstzeit bei der DRB, wurde sie als „Mädchen für alles“ eingesetzt.
Ein passendes Güterwagen-Set finden Sie ebenfalls im Märklin H0-Sortiment unter der Artikelnummer 46570. Dieses Modell entstand in Kooperation mit der Firma PIKO Spielwaren GmbH, Sonneberg.
Digitalfunktionen:
- Spitzensignal
- Raucheinsatz
- Dampflok-Fahrgeräusch
- Lokpfiff
- Direktsteuerung
- Führerstandsbeleuchtung
- Feuerbüchsenflackern
- Rangierpfiff
- Fahrwerksbeleuchtung
- Dampf ablassen
- Bremsenquietschen aus
- Kipprost
- Luftpumpe
- Wasserpumpe
- Injektor
- Sanden
- Kohle nachfüllen
- Wasser nachfüllen
- Sand nachfüllen
- Rangier-Doppel-A-Licht
- Rangiergang + Rangierlicht
- Generatorgeräusch
- Lichtfunktion
- Schienenstoß
- Ankuppelgeräusch
- Abkuppelgeräusch
Vorbild:
Güterzug-Schlepptender-Dampflokomotive Baureihe 56.34-35 der Deutschen Reichsbahn (DRB), ehemalige Reihe 270 der kaiserlich-königlichen Staatseisenbahn (kkStB) und den Österreichischen Bundesbahnen (BBÖ). Betriebszustand nach Eingliederung der BBÖ in die Deutsche Reichsbahn ab 1938.
Es war eine der berühmtesten Gebirgsbahnen Europas, die zur Konstruktion einer äußerst erfolgreichen Loktype führte. Und es war keine imposante Schnellzuglokomotive, die mit Rekorden glänzte, sondern ein eher unscheinbares Universalgenie auf Schienen, das am Ende des 19. Jahrhunderts gleichwohl als epochale Konstruktion galt. Entworfen hatte sie der geniale österreichische Ingenieur Karl Gölsdorf, der damals europaweit mit äußerst fortschrittlichen und leistungsfähigen Dampflokomotiven von sich reden machte. Die kaiserlich-königlichen Staatsbahnen (kkStB) der Habsburger Doppelmonarchie hatten ihren Chefkonstrukteur im Jahre 1897 beauftragt, für die steigungs- und kurvenreiche Arlbergbahn eine moderne, leistungsfähige Maschine zu konstruieren, die universell einsetzbar ist und selbst Schnellzüge über die Bergstrecke ziehen kann. Das Ergebnis war die Reihe 170, eine vierfach gekuppelte Schlepptenderlokomotive mit Vorlaufachse, die bei ihrem Erscheinen mit einer Leistung von fast 1000 PS das stärkste Dampfross in Kontinentaleuropa war. Ein weiterer wichtiger Meilenstein der Lokomotivtechnik waren drei bei der 170 erstmals verwendete und nach ihrem Erfinder benannte Gölsdorf-Achsen. Diese haben ein Seitenspiel und verbessern damit den Kurvenlauf der Loks maßgeblich. Auch der Verschleiß an Spurkränzen und an den Schienen verminderte sich dadurch massiv – ein großer Vorteil auf dem oftmals gebirgigen Streckennetz der kkStB. Die 170 bewährte sich letztendlich so gut, dass bis 1919 immerhin 796 Exemplare in Dienst gestellt wurden. Damit gilt sie als die meistgebaute österreichische Dampfloktype. Als Naßdampfmaschine litt die 170 allerdings unter einem relativ hohen Brennstoffverbrauch. Obwohl die weitaus effizientere Heißdampftechnik den Dampflokbau schon ab 1905 dominierte, wurde die Heißdampfvariante der 170 erst ab 1917 als Baureihe 270 in Dienst gestellt. Und die brachte dann nochmals einen kräftigen Leistungsschub. Nun standen immerhin 1400 PS am Zughaken zur Verfügung. Das nach dem Ersten Weltkrieg arg gebeutelte Österreich beschaffte dann aber nur noch 100 Exemplare dieser „Super-170“, deren Vorgänger nach wie vor gute Dienste leisteten. Die Nachfolgestaaten der Habsburger Monarchie griffen Gölsdorfs geniale Konstruktion dagegen begeistert auf. So ließen die Tschechen die 270 für ihre Staatsbahn bis 1930 nachbauen, Polen und Rumänien beschafften jeweils weit über 100 Exemplare und auch Italien stellte 25 fabrikneue 270 in Dienst. Nach dem Anschluss Österreichs kam sogar die Deutsche Reichsbahn-Gesellschaft in den Genuss der österreichischen Universallokomotive. Alle 100 für die Staatsbahn BBÖ gebauten Maschinen wurden 1938 als 56 3401-3500 in den deutschen Lokbestand eingereiht. Damit war die epochale Gölsdorftype endgültig zu einer richtigen Europalokomotive geworden, die man noch bis in die 1970er Jahre unter Dampf bewundern konnte – so beispielsweise in Tschechien, in Rumänien, in Jugoslawien und im Mutterland Österreich, wo die letzten Exemplare erst im Jahre 1975 bei der Graz-Köflacher Bahn abgestellt wurden – 78 Jahre, nachdem Gölsdorf diese Konstruktion erstmals auf die Schienen gestellt hatte. Ein wahrlich großer Wurf in der europäischen Lokomotivgeschichte.
Achtung: Modellbauartikel, kein Spielzeug! Nicht geeignet für Kinder unter 15 Jahren. Benutzung unter Aufsicht von Erwachsenen.
